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Musst du Casino Gewinne in Österreich versteuern? Als Privatperson grundsätzlich nein. Das Einkommensteuergesetz kennt sieben Einkunftsarten, und Glücksspielgewinne gehören zu keiner davon - das Finanzministerium nennt Lottogewinne ausdrücklich als nicht steuerpflichtig. Die Steuer auf Glücksspiel zahlt der Anbieter, als Glücksspielabgabe. Trotzdem gibt es Punkte, bei denen das Finanzamt mitredet: Zinsen und Kursgewinne aus angelegten Gewinnen, Krypto und Fälle, in denen Spielen zum Erwerb wird. Diese Seite fasst zusammen, was offizielle Quellen sagen - eine Steuerberatung ersetzt sie nicht.
Einkommensteuer zahlst du in Österreich nur auf die sieben Einkunftsarten des § 2 Abs. 3 EStG: Land- und Forstwirtschaft, selbständige Arbeit, Gewerbebetrieb, nichtselbständige Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung sowie sonstige Einkünfte nach § 29. Ein Gewinn aus einem Spiel, das vom Zufall abhängt, fällt unter keine davon. Im Steuerbuch 2026 des Finanzministeriums heißt es entsprechend: „Nicht steuerpflichtig sind z.B. Lottogewinne“. Das Bundesfinanzgericht hat 2022 den Preis aus einer Verlosung als nicht steuerbar eingestuft, weil der Gewinner durch die Teilnahme am Glücksspiel keine nennenswerte Leistung erbringt (RV/5100711/2017).
Das Einkommensteuergesetz unterscheidet bei den Einkunftsarten nicht danach, wo ein Anbieter sitzt. Die Österreichischen Lotterien und win2day beziehen ihre Aussage zur Steuerfreiheit allerdings ausdrücklich auf legales Glücksspiel, und eine eigene Stellungnahme des Finanzministeriums zu Gewinnen bei ausländischen Casinos haben wir nicht gefunden. Wichtig ist eine andere Unterscheidung: Steuerfrei heißt nicht legal. Nach § 52 Abs. 5 GSpG ist die Teilnahme vom Inland aus an Online-Casinospielen ohne österreichische Konzession eine Verwaltungsübertretung, mit Geldstrafe bis 7.500 €. Und weil österreichische Gerichte solche Verträge als nichtig ansehen, kann ein Anbieter ausbezahlte Gewinne laut Berichten über eine OGH-Entscheidung auch zurückverlangen.
| Situation | Laut offiziellen Quellen | Was du tun solltest |
|---|---|---|
| Gewinn aus dem Casino | keine der sieben Einkunftsarten - als Privatperson grundsätzlich nicht steuerpflichtig | nichts erklären; Belege trotzdem aufheben |
| Gewinn angelegt (Zinsen, Wertpapiere) | die Erträge sind Einkünfte aus Kapitalvermögen, für Kursgewinne gilt der Sondersteuersatz von 27,5 % | Erträge erklären, wenn keine Kapitalertragsteuer abgezogen wurde |
| Gewinn in Krypto erhalten und gehalten | Kursgewinne seit 1. März 2022 mit 27,5 %; Tausch Krypto gegen Krypto nicht steuerpflichtig | Kurs zum Zeitpunkt der Auszahlung dokumentieren |
| Spielen als Erwerb | eine allgemeine Regel haben wir in den Unterlagen des Finanzministeriums nicht gefunden | Steuerberatung fragen |
Krypto-Regeln laut der Seite des Finanzministeriums zur steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen; Stablecoins wie USDT können darunter fallen. Was das bei Ein- und Auszahlung bedeutet, steht unter USDT Casino und Bitcoin Casino.
Für elektronische Lotterien mit Teilnahme vom Inland aus beträgt die Glücksspielabgabe 45 % der Jahresbruttospieleinnahmen (§ 57 Abs. 2 GSpG in der Fassung, die seit 1. Jänner 2026 gilt). Das Gesetz knüpft an die Teilnahme aus Österreich an, nicht an den Sitz des Anbieters. Ob die ausländischen Casinos in unserem Vergleich diese Abgabe abführen, lässt sich von außen nicht prüfen. Für dich als Spieler fällt sie nicht an.
Umgekehrt kannst du Spielverluste nicht als Ausgaben geltend machen - wo keine Einkünfte entstehen, gibt es auch nichts abzuziehen. Verlorene Einsätze bei Anbietern ohne Konzession lassen sich unter Umständen zivilrechtlich zurückfordern, das ist aber eine Frage des Zivilrechts, nicht der Steuer. Mehr dazu unter Online Casino in Österreich legal? Bei großen Gewinnen, regelmäßigem Spiel in großem Umfang oder Krypto-Beträgen frag eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater.

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Als Privatperson grundsätzlich nicht. Glücksspielgewinne gehören zu keiner der sieben Einkunftsarten des Einkommensteuergesetzes, das Finanzministerium nennt Lottogewinne ausdrücklich als nicht steuerpflichtig. Steuerpflichtig sind aber Erträge, wenn du den Gewinn anlegst.
Das Gesetz unterscheidet bei den Einkunftsarten nicht nach dem Sitz des Anbieters, eine eigene Aussage des Finanzministeriums dazu haben wir aber nicht gefunden. Unabhängig von der Steuer ist die Teilnahme an Online-Casinospielen ohne österreichische Konzession nach § 52 Abs. 5 GSpG mit Geldstrafe bedroht.
Der Casinogewinn selbst ist nicht steuerpflichtig. Steigt aber der Kurs der Kryptowährung, die du danach hältst, sind diese Kursgewinne seit 1. März 2022 mit 27,5 % zu versteuern, wenn du sie realisierst.
Nein. Weil Glücksspielgewinne keine Einkünfte sind, lassen sich Verluste auch nicht steuerlich geltend machen. Ob sie sich zivilrechtlich zurückfordern lassen, ist eine andere Frage.